Sehr lange fand die Förderung intellektuell besonders begabter Kinder kaum Beachtung. Man nahm an, dass begabte Kinder ohnehin ihren Weg finden und keine besondere Förderung benötigen würden. Das ist eines der typischen Vorurteile, das noch immer weit verbreitet ist.

Kinder mit besonderen Fähigkeiten benötigen häufig eine besondere Begleitung und Förderung, damit sich ihre Begabungen, die als Potenzial vorhanden sind, auch entfalten können. G. Lehwald (Begabungsforschung) fordert, dass das Lernumfeld anregend, herausfordernd und motivierend sein muss. Besondere Begabungen bieten Entwicklungschancen für Kinder, die als solche erkannt, begleitet und gefördert werden müssen, um später hohe Leistungen überhaupt möglich zu machen.

Denn: Hohe Begabungen führen nicht automatisch zu besonderen Leistungen im Erwachsenenalter, da außer der Begabung weitere Faktoren wie z.B. Persönlichkeit, Motivation, Durchhaltevermögen, Optimismus etc. eine wesentliche Rolle spielen.

Dauerhafte Unterforderung bewirkt die gleichen Stressreaktionen wie dauerhafte Überforderung.

Auch wenn heute Begabungs- und Begabtenförderung an vielen Schulen ein Thema ist, kann sie im Unterricht nicht immer so umgesetzt werden, dass besonders begabte Kinder im Schulalltag davon profitieren.

   
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